Aktuelle Veranstaltungen

Empowerment- Gruppe

Mit Felicia Lazaridou

+++ NUR FÜR BPOC +++
Mittwoch, 06. März 2019
19:00 – 21:00 Uhr
Teilnahme auf Spendenbasis
Anmeldung unter: info@afropolitan.berlin

The weight of the topics we often discuss in terms of racism and discrimination can weigh heavy in our minds. It is important to acknowledge and work through these issues psychologically in a safe and therapeutic environment. Every Black or of Colour person is welcome to join! The course will be held in english.

 

 

 

 

Kultur- und Performanceabend

Celebrating the Life of Marielle Franco!

 

Donnerstag, 14. März 2019
Einlass: 19:00 Uhr / Beginn: 19:30 Uhr
Teilnahme auf Spendenbasis

 

Schon ein Jahr ist vergangen seit dem Mord an Marielle Franco. Am 14. März 2018 wurde die Brasilianische Stadträtin, Aktivistin und Mutter sowie ihr Fahrer Anderson Gomes in Rio de Janeiro auf offener Straße erschossen. Viele Gründe und Indizien sprechen dafür, dass es sich um einen politisch motivierten Auftragsmord handelt, mit dem Ziel, die Stimmen der über 46.000 Menschen zum Schweigen zu bringen, deren Repräsentantin Marielle war.
Als Schwarze, lesbische Frau und alleinerziehende Mutter, in den Favelas von Rio geboren und aufgewachsen kämpfte Marielle für die Rechte von Afrobrasilianer*innen, Frauen, der LGBTIQ*-Community und von Unterdrückten im Allgemeinen. Sie war Vorsitzende der PSOL (Partei für Sozialismus und Freiheit) und prangerte unerlässlich die vorherrschende Polizeigewalt und zunehmende Militarisierung in den Favelas von Rio an.
Seit einem Jahr lebt Marielle Franco nicht mehr. Ihre Arbeit, ihre Gedanken und Errungenschaften, ihre Ängste aber auch Hoffnungen leben fort und machen ihre Präsenz allgegenwärtig.
In Kooperation mit dem Interkulturellen Frauenzentrum S.U.S.I. möchten wir dieser starken und bedeutsamen Afrobrasilianischen Frau gedenken und ihr Lebenswerk zelebrieren. Mit verschiedenen Kunst- und Musikperformances, Filmvorführungen, Beiträge und einer anschließenden Gesprächsrunde feiern wir nicht nur an ihren Kampf und ihre Kraft, sondern schaffen Raum für Erinnerung, Solidarität, für Bündnisse und Hoffnung.
Marielle, presente!

Programmpunkte

• Hommage an Marielle Franco: Tâmera Vinhas und ihre Lieder aus der Umbanda (Afrobrasilianische Religion)
• Kunstperformance „Hört auf uns zu töten“ von Uriara Maciel
• Filmvorführung „Marielle und Monica“ ein Film von Fábio Edos und Marina Costa
• Performance des Manifests Terra Fértil (von Carolina Rocha/Dandara Suburbana). Vorgetragen von Gil DuOdé und Vera Schneeberg.
• Podiumsgespräch zu Marielle Franco, Schwarzem Feminismus, und zur politischen Lage von Frauen in Brasilien mit Sandra Bello, Gil Guimarães, Uriara Maciel, Barbara Santos. Moderiert von Jamile da Silva und Jacqueline Mayen.

•Veröffentlichung des Kinderbuchs “MARI, A SEMENTINHA” zu Ehren von Marielle Franco. Siehe weitere Infos unten:
“Mari, a sementinha”:
Kinderbuch der schwarzen Schriftstellerin Maíra Oliveira zu Ehren von Marielle Franco. Die Autorin, eine junge Geschichtenerzählerin, hat an den Aktivitäten der geehrten Aktivistin teilgenommen und betrachtet sie als einen wertvollen Samen, der den Kampf für die Menschenrechte in Brasilien und der Welt prägt. Der Text dialogisiert auf fließende und zarte Weise mit der Illustration der schwarzen Designerin Giulia Santos, die es dem kleinen Leser ermöglicht, mit der intensiven ästhetischen Wirkung der Sprache im Zusammenspiel von Emotionen, Worten und Szenen zu sensibilisieren.

Die Veranstaltung findet auf Portugiesisch und Deutsch statt.

Copyright: Mídia Ninja

 

 

 

Gesprächsgruppe

Let’s talk about…!  

mit Tebbi Nimindé

+++ NUR FÜR BPOC +++
Mittwoch, 20. März 2019
19:00 – 20:30 Uhr
Teilnahme auf Spendenbasis
Anmeldung unter: info@afropolitan.berlin

Kommunikation ist alles! Gerade in Schwarzen Communities bietet der Austausch in geschützten Räumen ein nötiges Gegengewicht zu unserem Alltag in der Mehrheitsgesellschaft. Daher freuen wir uns, ab Januar 2019 auch eine deutschsprachige Gesprächsgruppe mit psycho- sozialen Schwerpunkt anbieten zu können. Geleitet wird die Gruppe von Tebbi Niminde.

Thema Sitzung 3: Dieses Jahr ist der internationale Frauentag am 08.März das erste Mal offizieller Feiertag in Berlin. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, um über Afrodeutsche und Schwarze Frauen zu sprechen. In diesem Zusammenhang werden wir uns mit Themen wie Hypersexualisierung, Exotisierung und Intersektionalität auseinandersetzen. Gleichzeitig werden wir auch wir uns auch die Stereotypen der “Wütenden Schwarzen Frau” und der “Starken Schwarzen Frau” anschauen. Ein umfangreiches Thema. Kommt vorbei und lasst uns darüber reden!

 

Tebbi Nimindé-Dundadengar wurde 1981 in Botswana geboren und lebt seit Ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland. 2017 schloss sie ihr Psychologiestudium mit dem Bachelor ab. Neben dem Studium hat die Mutter von 3 Kindern Antirassismus-Seminare und Workshops im Rahmen der politischen Bildung für Jugendliche und Erwachsene durchgeführt. Schließlich hat sie im August 2018 das Onlineversandhandelsunternehmens „tebalou.de“ mitgegründet, das sich auf den Verkauf und die Vermarktung von Spielzeug und Kinderbüchern mit dem Schwerunkt Diversität konzentriert.

 

 

 

 

Workshop

Die Weißheit mit Löffeln gefressen. 

Ein interaktiver Workshop zu Rassismus und kritischem Weißsein

Samstag, 23. März 2019
12:00 – 18:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 20€/15€ ermäßigt
Minimum 8/Maximum 15 Teilnehmer*innen                                                                                                                               
Anmeldung unter: info@afropolitan.berlin

Rassismus findet nur am rechten Rand der Gesellschaft statt? Wer Schwarze Freund*innen und/oder Partner*innen hat, ist automatisch nicht rassistisch? Es reicht völlig aus sich als nicht- rassistisch zu positionieren, um auch wirklich nicht- rassistisch zu sein? Weißsein ist einfach nur eine „Hautfarbe“ und eigentlich sind wir ja alle gleich? NEIN!

Die Wahrheit ist, Rassismus ist seit Jahrhunderten Teil deutscher Alltagskultur und einer der Grundbausteine unserer heutigen Gesellschaft. Rassismus wird uns praktisch schon mit der Muttermilch eingeflößt. Seit der Kolonialzeit lebt er bis heute in Form von Vorurteilen, Stereotypen, kollektiven Abwertungen und struktureller Benachteiligung in unserem Denken, Fühlen und Handeln fort – ob wir das nun wollen oder nicht. Anders als Schwarze Menschen und Menschen of Color, profitieren weiße Menschen von diesen Strukturen. Es reicht also nicht aus zu sagen, man sei nicht rassistisch, um das Problem an der Wurzel zu packen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Rassismus und herrschenden Machtverhältnissen muss deshalb mit einer kritischen (Selbst)Reflexion des eigenen Weißseins verbunden sein.

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus laden wir Interessierte dazu ein, sich im Rahmen eines Workshops, nach dem Konzept der Critical Whiteness, des kritischen Weißseins, mit ihrer Rolle im System des Rassismus zu beschäftigen. Hierbei geht es uns darum, Teilnehmer*innen aufzubauen und einen fruchtbaren Austausch auf den Weg zu bringen. Auf Dauer können gesellschaftliche Veränderungen zur angeregt werden, wenn viele Menschen – besonders jene die von diesem System profitieren –  anfangen, die großen und kleinen Verflechtungen von Rassismus zu erkennen und Handlungen zu entwickelten und etablieren, die diesem System konsequent entgegenarbeiten. Gemeinsam setzen wir uns u.a. mit folgenden Fragen auseinander:

  • Was verstehen wir eigentlich unter Rassismus? Welche rassistischen Denkmuster und Verhaltensweisen haben wir verinnerlicht und welche kolonialen Sichtweisen setzen sich in ihnen fort?
  • Was bedeutet Weißsein und welche Privilegien gehen damit einher?
  • Wie könnte eine rassismuskritische, weiße Positionierung und Praxis aussehen?

Der Workshop setzt dabei auf eine Mischung aus theoretischen Inputs, Gruppen- und Reflexionsarbeiten, sowie praktische Körperarbeit. Neben praktischen Übungen arbeiten wir mit theaterpädagogischen Elementen basierend auf der Methode Theater der Unterdrückten. Der Workshop richtet sich an Weiße Menschen und findet in deutscher Sprache statt.

 

Workshopleiter*innen

João Eduardo Albertini ist diplomierter Pädagoge und arbeitet als Bildungsreferent der außerschulischen politischen Bildung. Seine Schwerpunkte sind diversitätsbewusste Pädagogik, Theater der Unterdrückten und Globales Lernen.

Jacqueline Mayen ist studierte Sozialanthropologin und Afrikawissenschaftlerin. Seit 2014 arbeitet sie im Bereich politische Bildung mit dem Schwerpunkt Antirassismus und Postkoloniale Theorie. 2018 übernahm sie die Projektleitung bei AfroPolitan Berlin.

 

 

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