Aktuelle Veranstaltungen

Workshop

Capoeira Workshop

 

Samstag, 9. Februar 2019
13:00 – 16:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 15€/ 12€ ermäßigt
Anmeldung unter: info@afropolitan.berlin

 

Capoeira ist mehr als bloß Brasilianische Kampfkunst. Capoeira ist Ergebnis und Ausdruck Afrodiasporischer sowie Afrobrasilianischer Geschichte und Kultur. Die tradierte Mischung aus Tanz, Kampfkunst und Musik ist zudem bis heute ein essentieller Bestandteil Afrobrasilianischer Widerstandsbewegungen.

Capoeira vereint Kunst, Körper und Geist. Es schult die Kunstfertigkeit im Umgang mit den eigenen Körperbewegungen. Körperkontrolle und Improvisation, Spontaneität und gegenseitiger Respekt gehen dabei Hand in Hand.

In einem dreistündigen Einführungs- Workshop wird Thiago, neben der körperlichen Praktik und der Rolle der Musik, auch die Geschichte der afrobrasilianischen Kampfkunst beleuchten.

Thiago versteht Capoeira als eine freie Kultur, als ein Instrument der Zusammenführung, die jede Ungleichheit überwinden kann. Dabei ist nicht die körperliche Kraft entscheidend, sondern das Gleichgewicht aus Kraft und Intelligenz. Capoeira basiert nicht auf Konkurrenz, sondern dem Wunsch zusammen zu führen.

Biografie: Im Alter von 6 Jahren begleitete Thiago Padovani seinen Vater auf Reisen in den Recôncavo Baiano und begann Capoeira zu trainieren. In den Straßen der Stadt Santo Amaro spielte er mit anderen Kindern bis tief in die Nacht Capoeira, in ihrer reinsten Form, ohne Gruppe, ohne Flagge, weder Angola noch Regional – einfach Capoeira. 2014 zog Thiago schließlich nach Hamburg, wo er eine neue Cordão de Ouro Gruppe gründete. Dort lehrt er Capoeira nach der Philosophie von Mestre Suassuna, dem Begründer von Cordão de Ouro. Die Trainings sind bestimmt von körperlicher Praxis, Musikalität (Instrumente spielen, Gesänge und besonders Rhythmus) sowie Geschichte und Fundament der Capoeira.

 

 

Empowerment- Gruppe

Mit Felicia Lazaridou

+++ NUR FÜR BPOC +++
Mittwoch, 13. Februar 2019
19:00 – 21:00 Uhr
Teilnahme auf Spendenbasis
Anmeldung unter: info@afropolitan.berlin

The weight of the topics we often discuss in terms of racism and discrimination can weigh heavy in our minds. It is important to acknowledge and work through these issues psychologically in a safe and therapeutic environment. Every Black or of Colour person is welcome to join! The course will be held in english.

Session2:

Stereotypes and prejudices against blacks continue to be reinforced in the media. Thus, Black History Month is an opportunity to counter this unidimensional vision of our societies and to offer a competing vision that more accurately reflects a reality where individuals of different origins see themselves represented and feel respected. In this manner, this celebration of difference becomes a celebration of belonging for us all, on equal footing, as members of the human race. Let’s discuss some of these stereotypes and, more importantly, discuss hw we can change history.

 

 

 

Gesprächsgruppe

Let’s talk about…!  

mit Tebbi Niminde

+++ NUR FÜR BPOC +++
Mittwoch, 20. Februar 2019
19:00 – 20:30 Uhr
Teilnahme auf Spendenbasis
Anmeldung unter: info@afropolitan.berlin

 

Kommunikation ist alles! Gerade in Schwarzen Communities bietet der Austausch in geschützten Räumen ein nötiges Gegengewicht zu unserem Alltag in der Mehrheitsgesellschaft. Daher freuen wir uns, ab Januar 2019 auch eine deutschsprachige Gesprächsgruppe mit psycho- sozialen Schwerpunkt anbieten zu können. Geleitet wird die Gruppe von Tebbi Niminde

Nach einer erfolgreichen Auftaktveranstaltung möchten wir im kommenden Talk an das letzte Gespräch anknüpfen. Wir wollen mit Euch „die“ Afrodeutsche Erfahrung im Rahmen des Black History Month geschichtlich einbetten. Wer sind die Menschen, die Afrodeutsche Geschichte geschrieben haben? Welches Wissen zu afrodeutschen Bewegungen haben wir und wie lässt sich dieses Wissen Nutzen, um dem häufigen Gefühl von Isolation und Machtlosigkeit entgegenzutreten? Diesen und andere Fragen wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren.

 

Tebbi Nimindé-Dundadengar wurde 1981 in Botswana geboren und lebt seit Ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland. 2017 schloss sie ihr Psychologiestudium mit dem Bachelor ab. Neben dem Studium hat die Mutter von 3 Kindern Antirassismus-Seminare und Workshops im Rahmen der politischen Bildung für Jugendliche und Erwachsene durchgeführt. Schließlich hat sie im August 2018 das Onlineversandhandelsunternehmens „tebalou.de“ mitgegründet, das sich auf den Verkauf und die Vermarktung von Spielzeug und Kinderbüchern mit dem Schwerunkt Diversität konzentriert.

Mit der Bezeichnung „BPOC only!“, möchten wir darauf hinweisen, dass diese Workshops und Veranstaltungen ausschließlich an Menschen gerichtet sind, die sich als Schwarz oder als People of Color (PoC) positionieren. Demnach Menschen, die der afrikanischen Diaspora angehören und/oder jene, die Rassismuserfahrungen machen. Der Begriff „People Of Color“, wendet sich gegen kolonial-rassistische Bezeichnungen und Fremdzuschreibungen und symbolisiert eine Emanzipierung durch selbstgewählte Bezeichnungen. Um rassistisch Diskriminierten die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken innerhalb eines sog. „Safer Space“ zu artikulieren, ohne Ausgrenzungen zu erfahren und Bevormundung einer mehrheitlich weißen Teilnehmer*innenschaft zu vermeiden, gestalten wir gewisse Kurse exklusiv.

 

 

 

Veranstaltung

Black Stories Matter!


Freitag, 22. Februar 2019
Einlass: 19:00 / Beginn: 19:30
Teilnahme auf Spendenbasis

Black Stories Matter –  Afrodiasporische Geschichten damals und heute

Im Rahmen des Black History Months möchten wir uns an einem Abend Schwarzer und Afrodeutscher Geschichte, Gegenwart und ihren Überlieferungsformen nähern.

Mit Mnyaka Sururu Mboro und seiner Oral History begeben wir uns auf die Spuren Afrikanischer und Afrodeutscher Geschichte, erfahren mehr über deutsche Kolonialvergangenheit, Schwarzen antikolonialen Widerstand, die Afrodeutsche Emanzipationsbewegung der 1980er Jahre und zeitgenössische deutsche Erinnerungskulturen. Begeleitet werden die Erzählungen von Zaida Horstmann, die in ihrer Spoken Word Performance, eigene Gedichte, aber auch die von Afrodeutschen, Afrikanischen und anderen Afrodiasporischen Poet*innen vorträgt. Danach zeigen wir die Kurzdokumentation Home? von Elliot Blue, ein Film, der afrodeutsche Gegenwart und Lebensrealitäten im postkolonialen Kontext aufgreift.

Im Anschluss findet ein Gespräch mit den Akteur*innen über Afrodeutsche Geschichte, Erinnerungsformen, Geschichtsschreibung und eurozentrische Erinnerungskultur in Deutschland statt.

 

Mnyaka Sururu Mboro geboren und aufgewachsen in Tansania, kam 1978 zum Studium nach Deutschland und blieb dann in Berlin. Er ist Vorstandsmitglied und Mitbegründer von Berlin Postkolonial e.V. und engagiert sich seit Jahrzehnten für eine kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Kolonialismus.

Zaida Horstmann ist Afro-deutsche Künstlerin und Theaterpädagogin. Sie wuchs in Deutschland und Kenia auf.  Sie arbeitet heute für verschiedene NGOs und in unterschiedlichen Projekten in den Bereichen Migration, Asyl und Antirassismus. Zuletzt leitete sie „ZuFlucht 3.0“, ein Projekt der Universität Bielefeld, in welchem sie ein performatives Stück mit Studenten und Asylsuchenden entwickelte.

Elliot Blue ist ein multidisziplinärer Künstler* doch versteht sich hauptsächlich als Lichtdesigner* und Filmemacher.* In seinen Filmen versucht Elliot sowohl seine eigene Realität zu verarbeiten als auch Menschen, die in Medien generell falsch und unterrepräsentiert sind, eine Möglichkeit zu geben sich in selbstermächtigender Weise der Welt zu präsentieren und alternative Narrative zu begründen, die in der Mehrheitsgesellschaft meistens ausgeblendet werden.

 

 

 

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