Aktuelle Veranstaltungen

Im Rahmen des BLACK LIVES MATTER-MONAT:

Workshop

Oficina de dança

Kraft der Götter

Workshopleiter: Murah Soares

Sonntag, 18. Juni 2017
12:00 bis 16:00 Uhr

Workshop-Beitrag: 40,- €

Bitte in weißer Kleidung – Frauen mit weißem Rock – erscheinen.

Dieser Workshop führt ein in die rituellen Tänze und Gesänge der verschiedenen afro-brasilianischen Religionen. Es handelt sich um einen Workshop voller Energie und Lebendigkeit. Im Candomblé hat jeder Orixá hat einen charakteristischen Erkennungsrhythmus, einen aufrufenden Gesang und einen Tanz. Diese uralte und höchst effektive ’schamanische Technik‘ führt nicht selten zu einer Art Kommunikation zwischen Gott und Mensch. Der Gott steigt ab in den Menschen und der Mensch steigt zur „Gottheit“ empor. Man „tanzt mit den Göttern“.
Anmeldung ab sofort unter: info@afropolitan.berlin

Im Rahmen des BLACK LIVES MATTER-MONAT:

De:Construct

Don’t touch my hair

Freitag, 30. Juni 2017
18:00 bis 21:00 Uhr

In dieser Session geht es um Haare. Haare eignen sich am ehesten uns der Komplexität der Identitätsfrage zu nähern. In ihrem Song „Don’t touch my hair“ singt Shero Solange über die Politik der Haare einer Schwarzen Frau, erzählt wie ihre Haare ihre Krone und Ausdrucksmittel ihrer Gefühle sind.
Wir wollen uns auf diesem Wege aber auch der Geschichte und der Bedeutungskraft der Haare nähern. Sind naturbelassene Haare mehr ‚conscious‘ als gefärbte oder geglättete Haare? Ist man ‚woke‘ wenn man einen Afro trägt?
Hierbei nehmen wir Haare als Ausgangspunkt um uns über strukturelle Machtverhältnisse und dem zugrunde liegenden Rassismus, Sexismus, Klassismus und Queer/Trans/Homophobie zu unterhalten, aber auch vor den Widersprüchen in der PoC coummunity, denn zu den äußerlichen Eigenschaften gehören Haare und dieses lädt oft zu den Zuschreibungen von außen ein. Haare bieten aber auch Handlungsspielraum und können empowernde Wirkung haben.

Wir würden gerne an einem Abend uns diesen Fragen durch eine Podiumsdiskussion mit kleineren Beiträgen und Exkursen in die Kulturgeschichte der Haare von PoC’s über dieses Thema zu nähern.

Mit Tarik Tesfu

 

 

Lateinamerika-Forum Berlin e.V., Weltfriedensdienst e.V. und Forum Brasil laden ein:

Jugendliche aus Recife Favelas engagieren sich für eine Kultur der Gewaltfreiheit

„Nordost-Brasilien: Bildung als Waffe gegen Gewalt“.

Montag, 10. Juli 2017
Uhrzeit: um 19:00 Uhr

Wo: Bismarckstr. 101, 5. Etage bei SEKIS

Veranstaltung in portugiesischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Die sozialen Errungenschaften und die Garantie von Bürgerrechten werden durch die de facto Regierung Temer Schritt für Schritt zurückgefahren. Mit den Kürzungen im sozialen Sektor – vor allem im Bildungs- und Gesundheitsbereich – geht die Zunahme alltäglicher Gewalt in ganz Brasilien einher. Betroffen sind dabei besonders Jugendliche der Unterschicht.

Die Nicht-Regierungsorganisation AdoleScER wurde im Jahr 2000 in Recife, Meteropole im Nordosten Brasiliens, gegründet. Unterstützt vom Weltfriedensdienst (WFD) hat sie sich zum Ziel gesetzt, den Teufelskreis von Armut, Gewalt und Drogen zu durchbrechen. Dazu befähigt sie Jugendliche, Subjekte und Akteure ihres eigenen Lebens zu werden. AdoleScER bildet Mädchen und Jungen zu MultiplikatorInnen aus, die ihr Wissen an Freunde, Familie, MitschülerInnen und Nachbarn weitergeben. Motto: Wer sein Schicksal verändern will, braucht Wissen, Courage und die Fähigkeit, die eigenen Interessen zu vertreten.

Der Weg zu einem gewaltfreien Miteinander in der von Gewalt geprägten brasilianischen Gesellschaft war schon immer extrem steinig. Die Rahmenbedingungen haben sich für die Jugendlichen und die Arbeit von AdoleScER unter der neuen Regierung noch verschlechtert. Ist das ganze Bemühen nicht für die Katz? Was motiviert, weiter zu machen? Was kann ggf. aus den Erfahrungen von AdoleScER für entsprechende Situationen gelernt werden?
Und: Welche vergleichbaren Ansätze gibt es in Berlin? Hier ist das Publikum gefragt …

Von ihren Erfahrungen berichten:

Daniela Araujo begann mit 14 Jahren die Ausbildung zur „Informationsmultiplikatorin“. Sie lernte, sich selbst und ihr Umfeld zu verstehen, Gewalterfahrungen zu verarbeiten und einen anderen Weg zu gehen. Ihr Wissen wollte sie weitergeben, denn sie hatte selbst erfahren, wie wichtig es ist, im entscheidenden Moment nicht allein zu sein. Dank Ihres außergewöhnlichen Engagements hatte sie schon bald einen festen Platz im Team von AdoleScER, Anfang 2009 wurde sie ins Leitungsgremium berufen, heute ist sie Geschäftsführerin.

André Luiz Fidelis de Azevedo, 33 Jahre, ist seit 2012 pädagogischer Koordinator bei AdoleScER. Dabei unterstützt er die Weiterbildung der Erzieher und die Entwicklung der Ausbildungsprogramme. Heute ist er Teil des Führungsgremiums der Organisation und trägt zu den politischen, strukturellen und organisatorischen Entscheidungen der Organisation bei.

Christina Schug, Ethnologin, 32 Jahre, betreut AdoleScER seit 2014 als interne Beraterin im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit für den Weltfriedensdienst.

Kurt Damm, entwicklungspolitischer Berater und Referent, war viele Jahre mit dem Deutschen Entwicklungsdienst in Nord-Ost-Brasilien tätig. Er wirft einen Blick auf die sich verändernden Rahmenbedingungen.

Eine Kooperationsveranstaltung des Lateinamerika-Forums Berlin e.V.
mit dem Weltfriedensdienst WFD e.V.

Mehr Infos

Gespräch

Lensebased

Dienstag, 11. Juli 2017
Uhrzeit: 13 Uhr

A discussion on different methods, forms and aesthetics applied to run collectives, groups or institutions.
In cooperation with Berlin University of the Arts (Universität der Künste Berlin).

We wanna talk about producing art with bodies politically informed in an era where identity politics is broadly criticised and whitewashed by postracial and post/trans-human narratives.

 

Tanz – Workshop 

mit Funmilayo / New York City

Kongo Dance wieder in Berlin!

Samstag und Sontag, 15. und 16. Juli 2017

Workshopbeitrag 60,- €

Funmilayo wurde in Brasilien geboren und wuchs in Guyana auf und lebt seit 1987 in NYC. Funmilayo´s eigene Ausbildung umfasst Balett, Modern, Tap, Sabar, Guinean, Haitian, Afro-Cubanisch, Afro-Brasilianisch sowie Tänze aus Dahome und Dunhan. Sie lebte und tanzte in Nigeria und Ghana. Sie besuchte den Kongo, das Mutterland ihrer Ahnen.

Im Juli wird sie zum zweite Mal die kongolesischen Tänze in Berlin unterrichten. Funmilayo´s Workshops versprechen die Erweckung und die Bewusstwerdung von in uns schlummerden Energien und eine intensive Arbeit mit der Kraft Flexibilität und Ausdauer unserer Körper.

Die Termine für die Workshops sind:

15.Juli (15:00 – 17:00 Uhr)
16.Juli (15:00 – 17:00 Uhr)

Anmeldung ab sofort unter: info@afropolitan.berlin oder unter Tel 030-780 960 54

 

im Rahmen des Festivals der Religion in der Werkstatt der Kulturen

mit Murah Soares & Ensemble

Afrobrasilianisches Tanztheater: Oriki – Das Erscheinen von Yansã

Samstag, 15. Juli 2017

Von 17:15 bis 17:45 Uhr
Dauer ca. 30 Minuten

 

Die brasilianische Kultur bis in die Jetztzeit ist maßgeblich beeinflusst von den west-afrikanischen Rhythmen, Tänzen und Gesängen, die die versklavten Afrikaner mit nach Brasilien gebracht haben und ursprünglich aus ihren sakralen Traditionen stammen. So war und ist es seither dem Forum Brasil ein Anliegen, auch diese kulturellen Zusammenhäng, und Wurzeln der brasilianischen Kultur in Deutschland sichtbar werden zu lassen.

Das Tanztheaterstück greift eine Geschichte aus der afro-brasilianischen Mythologie des Candomblé auf. Die Geschichte wird durch Tanz, Musik und Trommeln erzählt, so dass das Publikum einen schönen Eindruck des afro-brasilianischen Pantheons bekommt.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 

Mehr Infos zum Festival hier

 

Kurs

Black and Brown Bodies in Motion

Lehrerin: Nasheeka Nedsreal

immer donnerstags
19:00- 20:30 Uhr
Kursbeitrag: 15 €/Monat

Kursbeschreibung: „Black and Brown Bodies in Motion“ ist ein sicherer Ort für Menschen, die sich als Schwarze Frauen und Frauen of Color definieren und die gemeinsam den eigenen Bewegungsspektrum ausprobieren und weiterentwickeln möchten. Das Ziel dieses Kurses ist Tanzgemeinschaft der Frauen* of Color zu empowern und zu stärken. Alle Niveaus von der Anfängerin bis zum Profi sind willkommen. Der Kurs beginnt mit einem Warm-up um den Körper mithilfe angeleiteter Übungen und Improvisation aufzuwärmen. Die Bewegungen sind aus dem Zeitgenössischen Tanz, der Kontakt- Improvisation, dem Floor-Work, Hip Hop und aus den afrikanischen Tänzen inspiriert. Die Übungen werden in übersichtlichen Schritten gezeigt und fokussieren sich vor allem auf die Dehnung, Koordination und die Kontrolle über den Körper. Am Ende der Stunde werden die einzelnen Bewegungssequenzen zusammengetragen und zu einer kurzen Choreografie zusammengestellt. Wir bitten um Verständnis dass der Tanzkurs ausschließlich für Frauen of Color bestimmt ist.

 

Biografie: Nasheeka Nedsreal ist Perfomance-Künstlerin aus Louisiana, die sich thematisch mit Bewegung, Musik und Spoken Word beschäftigt. Nach ihrem Tanz- und Kunststudium zog sie nach Berlin, wo sie nun seit drei Jahren arbeitet. In den letzten Jahren widmete sie sich künstlerisch vor allem den Konzepten der Identität, der weiblichen und afro-diasporischen Narrative(n), der Intimität und der Improvisation. Nasheeka arbeitete bereits mit folgenden Institutionen und Personen in ganz Europa, USA und Indien zusammen : Ballhaus Naunynstraße, Promethean Theater, KW Institute for Contemporary Art, Spektrum Berlin, Circus Charivari und mehr. 2014 gründete Naheeka die Gruppe Soul Sisters Berlin, eine Initiative, die sich der Vernetzung von Schwarzen Frauen in Deutschland widmet. Des Weiteren arbeitet sie in der Mode- und Fernsehbranche und unterrichtet Kindern in ganz Deutschland in Englisch, Tanz und Theater.

 

Kurs

Capoeira für Jugendliche und Erwachsene

Lehrer: Thiago Padovani

immer dienstags
19:00- 20:30 Uhr
Kursbeitrag: 15 €/Monat


Kursbeschreibung
: Capoeira vereint Kunst, Körper und Geist. In einer Capoeira Angola Runde („ronda“) finden Kampf, Tanz, Herkunft, Musik, Theater, Philosophie, Spiritualität und Freude ihren Ausdruck. Capoeira schult die Kunstfertigkeit im Umgang mit den eigenen Körperbewegungen. Körperkontrolle und Improvisation, Spontaneität und gegenseitiger Respekt gehen dabei Hand in Hand.

Biografie: Im Alter von 6 Jahren begleitete Thiago Padovani seinen Vater auf Reisen in den Recôncavo Baiano und begann Capoeira zu trainieren. In den Straßen der Stadt Santo Amaro spielte er mit anderen Kindern bis tief in die Nacht Capoeira, in ihrer reinsten Form, ohne Gruppe, ohne Flagge, weder Angola noch Regional – einfach Capoeira. So wurde sein Leben von Anfang an von dieser afrobrasilianischenKampfkunst geprägt geprägt. Als Jugendlicher, kehrte Thiago in seine Heimatstadt Belo Horizonte zurück und trat der Capoeira Gruppe Cordão de Ouro bei. Dort sammelte er auch seine ersten Erfahrungen als Capoeira Lehrer und gründete schließlich seine eigene Gruppe: Um seine Unterrichtsmethoden zu verbessern, absolvierte Thiago schließlich ein Studium der Sportpädagogik mit Schwerpunkt Sportphysiologie. Dies ermöglichte ihm sein Wissen über Körper und Geist, besonders beim Capoeira passiert, weiter zu schulen und in seinen Unterricht einfließen zu lassen.

2014 zog Thiago schließlich nach Hamburg, wo er eine neue Cordão de Ouro Gruppe gründete. Dort lehrt er Capoeira nach der Philosophie von Mestre Suassuna, dem Begründer von Cordão de Ouro. Die Trainings sind bestimmt von körperlicher Praxis, Musikalität (Instrumente spielen, Gesänge und besonders Rhythmus) sowie Geschichte und Fundament der Capoeira.

Thiago versteht Capoeira als eine freie Kultur, als ein Instrument der Zusammenführung, dass jede Ungleichheit überwinden kann. Capoeira versteht reine körperliche Kraft nicht als entscheidend, sondern das Gleichgewicht aus Kraft und Intelligenz, wobei es nicht auf Konkurrenz basiert, sondern dem Wunsch zusammen zu führen. Es trennt nicht, sondern nimmt auf. Thiago ist der Ansicht, dass keine Schwäche größer ist als die Fähigkeit diese zu überwinden, sei sie physisch oder emotional, ideologisch oder spirituell. So ist Capoeira für Thiago ein Instrument der Bewältigung und des Wachstums, lehrend und lernend.

 

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