Aktuelle Veranstaltungen

Women* of Colour Empowerment Group

Mittwoch 9. Mai & 30. Mai 2018
19.00 – 21.00 Uhr
Teilnahme auf Spendenbasis
Participation on donation basis

The weight of the topics we often discuss in terms of racism and discrimination can weigh heavy in our minds. It is important to acknowledge and work through these issues psychologically in a safe and therapeutic environment.

 

The course will be held in English. Please confirm your participation with an e-mail to: info@afropolitan.berlin

+++ FOR BPOC ONLY +++
With the term „BPOC only!“, we would like to point out that these workshops and events are aimed exclusively at people who position themselves as Black (B = Black), or as People of Color (PoC). That means people who belong to the African diaspora and / or those who experience racism. The term „People Of Color“ is directed against colonial-racist terms and attributions and symbolizes emancipation through self-imposed designations. In order to give racially discriminated people the opportunity to articulate their thoughts within a so-called „safe space“, without experiencing exclusion and avoiding the tutelage of a majority of white participants, we design certain courses exclusively.

Workshop: Racial Profiling – Unsere Rechte, unser Widerstand

+++ Nur für BPOC*+++

Samstag 12. Mai 2018; 12.00 – 16.00 Uhr

Teilnahmegebühr: 15€/ 10€ ermäßigt (Student*innen, Arbeitslose)

Verbindliche Anmeldung bis 7. Mai unter: info@afropolitan.de
+++ Minimum 10 Teilnehmer*innen/ Maximum 20 Teilnehmer*innen +++

Racial Profiling, bestimmt nach wie vor die Lebensrealitäten vieler Schwarzer Menschen und People of Colour in Deutschland. Auch wenn die so genannten „verdachtsunabhängigen Personenkontrollen“ laut Artikel 3 des Grundgesetztes nicht zulässig sind, sind sie institutionalisiert und gehören zur alltäglichen Praxis der deutschen Polizei. Für Betroffene ist es oft schwer, etwas gegen diese rassistischen, demütigenden Personenkontrollen zu tun. Dennoch haben viele Menschen in der konkreten Situation das Bedürfnis zu handeln und diese Praxis nicht einfach hinzunehmen.
In dem Workshop möchten wir einerseits grundlegende Informationen zum Thema Racial Profiling geben. Andererseits möchten wir Handlungsmöglichkeiten und Strategien erarbeiten, was wir in Situationen, in denen uns oder anderen Menschen Racial Profiling wiederfährt tun können, um eine individuelle Handlungsfähigkeit bei der Begegnung mit rassistischen Kontrollen zu ermöglichen. Jene Gegenstrategien möchten wir mit Hilfe des Theater der Unterdrückten ausprobieren. Das Theater der Unterdrückten ist eine Methode der kritischen Theaterpädagogik, die zur Selbstbemächtigung durch direkte Konfrontation mit diskriminierenden Zuständen verhelfen möchte. Eine aktive Mitarbeit aller Teilnehmenden ist für diese Methode Voraussetzung. Der Workshop richtet sich exklusiv an Schwarze Menschen und People of Colour.
Der Workshop wird geleitet von Joao Albertini (Sozial- und Theaterpädagoge, Antidiskriminierungstrainer), Jacqueline Mayen (Projektleitung AfroPolitan Berlin) und unterstützt von Assina Charalabidis und Rahua Mesghina (Praktikantinnen AfroPolitan Berlin)

* +++ FOR BPOC ONLY! +++
Mit der Bezeichnung „BPOC only!“, möchten wir darauf hinweisen, dass diese Workshops und Veranstaltungen ausschließlich an Menschen gerichtet sind, die sich als Schwarz (B = Black), oder als People of Color (PoC) positionieren. Demnach Menschen, die der afrikanischen Diaspora angehören und/oder jene, die Rassismuserfahrungen machen. Der Begriff „People Of Color“, wendet sich gegen kolonial-rassistische Bezeichnungen und Fremdzuschreibungen und symbolisiert eine Emanzipierung durch selbstgewählte Bezeichnungen. Um rassistisch Diskriminierten die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken innerhalb eines sog. „Safer Space“ zu artikulieren, ohne Ausgrenzungen zu erfahren und Bevormundung einer mehrheitlich weißen Teilnehmer*innenschaft zu vermeiden, gestalten wir gewisse Kurse exklusiv.

 

zum brasilianischen Nationaltag zur Abschaffung der Sklaverei

Dia dos Pretos Velhos

Tanztheater: Oxum, die Göttin der Fertilität

Sonntag 13. Mai 2018 ab 15.00 Uhr
Eintritt auf Spendenbasis
Kulturabend zum Gedenktag

Zum Gedenktag an die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien werden im Forum Brasil am 13. Mai die Pretos Velhos (“Alte Schwarzen”) verehrt, Archetypen afro-brasilianischer Sklaven, die durch ihre Weisheit zur Befreiung und zum Widerstand der Afro-Brasilianer wesentlich beigetragen haben. Zu den wichtigsten Kulturformen, die dank der Pretos Velhos nicht nur seit dem Anfang der Kolonialzeit überlebt, sondern in den letzten Jahrzehnten die ganze Welt erobert haben, zählt der Samba. Dessen Ursprungsform, der Samba de Roda, lebt heute vor allem in Bahia fort und wurde in 2005 als Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO ausgezeichnet.

Der brasilianische Tänzer und Kulturmanager Murah Soares wird als profunder Kenner der afro-brasilianischen Kultur den Abend mit einem Impuls-Vortrag zu der kulturellen Bedeutung des „Dia dos Pretos Velhos“ beginnen. Es wird eine kleine Installation in Form eines Altars für die Pretos Velhos aufgebaut und die kulturelle Bedeutung des Altars erklärt.
Im weiteren Verlauf des Abends wird eine Geschichte über die afro-brasilianische Göttin (Orixá) Oxum und eine Frau, die ein Kind bekommen möchte, erzählt. Murah Soares wird der Moderator und Erzähler des Abends sein und führt mit seinen Musikern und Tänzerinnen das Publikum mithilfe tänzerischer Inszenierungen in die Tradition der afro-brasilianischen Kultur und ihre Entstehungsgeschichte anhand der folgenden Narration ein. Die Geschichte handelt von einer Frau, die einige Schwierigkeiten mit ihrem Kinderwunsch hat. Die Frau ist zwei Mal zum Arzt gegangen und trotzdem kann sie ihr Fertilitätsproblem nicht lösen. Infolgedessen übergibt sie Oxum, der Göttin der Fertilität, eine Gabe, um ihr bei ihrem Kinderwunsch zu helfen. Daraufhin schenkt ihr Oxum das gewünschte Kind und die Frau präsentiert dankbar ihr Geschenk vor der Göttin.

Diese Geschichte ist nur eine von vielen typischen Geschichten des afro-brasilianischen Pantheons und repräsentiert die vielfältige Welt der afro-brasilianischen Kultur.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 

 

 

Fachvortrag: Mental Health in Schwarzen/PoC- Communities

+++ Nur für Schwarze Menschen und Menschen of Colour+++

Mittwoch 16. Mai 2018 19.00 – 21.30 Uhr
Anmeldung unter: info@afropolitan.de
Teilnahme auf Spendenbasis

Dieser Fachvortrag möchte eine Lernmöglichkeit für Schwarze Menschen und Menschen of Colour von BPoC-Expert*innen für psychische Gesundheit anbieten. Neben praxisorientierten Reflexionen zu Macht- und Privilegierungskontexten wird es auch um die missbräuchlichen Situationen gehen, die entstehen können, wenn bestimmte Machtdynamiken missachtet oder als selbstverständlich betrachtet werden.

Der Vortrag wird von der Diplom Psychologin Felicia Lazaridou (Vortrag in englischer Sprache) und dem Psychotherapeuten Eben Louw (Vortrag in deutscher Sprache) gehalten.

English:

+++ BPoC only+++
Wednesday May 16th 7pm – 9.30pm
Anmeldung unter: info@afropolitan.de
Participation on donation basis

This lecture will be a learning opportunity for the BPoC community from BPoC mental health professionals. The main topics will be practice-based reflections on issues of power and privilege, and the abusive situations that can arise when certain dynamics are taken for granted.
Graduate psychologist Felicia Lazaridou and psychotherapist Eben Louw will hold the lecture. The event will be held in German and English

* +++ FOR BPOC ONLY! +++
Mit der Bezeichnung „BPOC only!“, möchten wir darauf hinweisen, dass diese Workshops und Veranstaltungen ausschließlich an Menschen gerichtet sind, die sich als Schwarz (B = Black), oder als People of Color (PoC) positionieren. Demnach Menschen, die der afrikanischen Diaspora angehören und/oder jene, die Rassismuserfahrungen machen. Der Begriff „People Of Color“, wendet sich gegen kolonial-rassistische Bezeichnungen und Fremdzuschreibungen und symbolisiert eine Emanzipierung durch selbstgewählte Bezeichnungen. Um rassistisch Diskriminierten die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken innerhalb eines sog. „Safer Space“ zu artikulieren, ohne Ausgrenzungen zu erfahren und Bevormundung einer mehrheitlich weißen Teilnehmer*innenschaft zu vermeiden, gestalten wir gewisse Kurse exklusiv.

 

 

Tanzkurs

Workshop-Reihe Voguing

Teilnahmegebühr: 60€
Ermäßigung: 40€
(Ermäßigung für Schüler*innen, Student*innen und Arbeitslose)

Mittwoch, 18.00 – 19.30 Uhr 
Termine: 11.04; 18.04; 25.04; 02.05; 23.05; 30.05; 06.06; 13.06

Es ist wieder soweit! Nach einer erfolgreichen Voguing-Reihe im letzten Jahr, freuen wir uns ab April eine Fortsetzung unseres Voguing-Kurses anbieten zu können. Auch dieses Mal, konnten wir den talentierten Voguing-Artist Ariclenes Garcia aka AriGato Melody für eine Kooperation gewinnen.

Die zweimonatige Workshop-Reihe ermöglicht Teilnehmer*innen einerseits Einblicke in die politischen Hintergründe der Ballroom Szene innerhalb der queeren Schwarzen Bewegung zu bekommen und andererseits die Basics der wichtigsten Voguing-Stile zu erlernen. In jeder Woche werden neue Elemente sowie unterschiedliche Stile und Variationen vorgestellt und erlernt. Am Schluss werden die einstudierten Voguing-Elemente zu einer Choreographie zusammengetragen, sodass am Ende eine kleine Showeinlage entsteht.

Kursleiung: Ariclenes Agostinho Garcia aka AriGato Melody ist in Angola geboren und lebt seit 14 Jahren in Berlin. Seine erste Bühnenerfahrung machte er mit seiner Tanzgruppe „SwaggrZ“ bei den Berliner Meisterschaften. Von 2012 bis 2014 besuchte er die Schauspielschule ‚Academy‘, trat dort beim Theaterstück „Ab Flug“ auf und stellte auch selbst ein Stück auf die Beine (‚Tranogie‘). Während seiner ‚Academy‘ Zeit entdeckte Ari das Voguing und ist seitdem, neben anderen Tanzstylen, leidenschaftlicher Voguingtänzer.

+++ Maximaler Teilnehmer*innenzahl 12+++
+++ Verbindliche Anmeldung unter info@afropolitan.berlin+++

+++ Für BPOC ONLY! +++
Mit der Bezeichnung „BPOC only!“, möchten wir darauf hinweisen, dass diese Workshops und Veranstaltungen ausschließlich an Menschen gerichtet sind, die sich als Schwarz (B = Black), oder als People of Color (PoC) positionieren. Demnach Menschen, die der afrikanischen Diaspora angehören und/oder jene, die Rassismuserfahrungen machen. Der Begriff „People Of Color“, wendet sich gegen kolonial-rassistische Bezeichnungen und Fremdzuschreibungen und symbolisiert eine Emanzipierung durch selbstgewählte Bezeichnungen. Um rassistisch Diskriminierten die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken innerhalb eines sog. „Safer Space“ zu artikulieren, ohne Ausgrenzungen zu erfahren und Bevormundung einer mehrheitlich weißen Teilnehmer*innenschaft zu vermeiden, gestalten wir gewisse Kurse exklusiv.


Danceclass

Workshop-Series Voguing

Fees: 60€
Reduction: 40€
(Reduced for students and unemployed)

Wednesday 6 pm – 7.30 pm
Dates: 11.04, 18.04, 25.04, 02.05, 23.05, 30.05, 06.06, 13.06

It’s that time again! After a successful Voguing series last year, we are pleased to offer another Voguing- series starting in April. We are happy to work with the talented Voguing artist Ariclenes Garcia aka AriGato Melody the second year in a row.
The two month workshop series will allow attendees to gain insights into the political background of the ballroom scene within the queer Black Movement and to learn the basics of the major voguing styles. Each week attendees will learn new elements as well as different styles and variations which. In the end, all the rehearsed Voguing – elements will be combined into a choreography.

Instructor: Ariclenes Agostinho Garcia aka AriGato Melody was born in Angola and has been living in Berlin for 14 years. He made his first stage experience with his dance group „SwaggrZ“ at the Berlin Championships. From 2012 to 2014, he attended the drama school ‚Academy‘, where he appeared on the play „Ab Flug“ and also put a piece himself on the legs (‚Tranogie‘). During his ‚Academy‘ time, Ari discovered Voguing and since then, among other dance styles, has been a passionate

+++ Participant limit: 12+++
+++ Registration: info@afropolitan.berlin +++

+++ Für BPOC ONLY! +++
With the term „BPOC only!“ we would like to point out that these workshops and events are aimed exclusively at people who position themselves as Black (B = Black), or as People of Color (PoC). That means people who belong to the African diaspora and / or those who experience racism. The term „People Of Color“ is directed against colonial-racist terms and attributions and symbolizes emancipation through self-imposed designations. In order to give racially discriminated people the opportunity to articulate their thoughts within a so-called „safe space“, without experiencing exclusion and avoiding the tutelage of a majority of white participants, we design certain courses exclusively.

Kurs

Black and Brown Bodies in Motion

Lehrerin: Nasheeka Nedsreal

immer donnerstags
19:00 – 20:30 Uhr
Kursbeitrag: 15 €/Monat

Kursbeschreibung: Black and Brown Bodies in Motion ist ein sicherer Ort für Menschen, die sich als Schwarze Frauen und Frauen of Color definieren und die gemeinsam den eigenen Bewegungsspektrum ausprobieren und weiterentwickeln möchten. Das Ziel dieses Kurses ist Tanzgemeinschaft der Frauen* of Color zu empowern und zu stärken. Alle Niveaus von der Anfängerin bis zum Profi sind willkommen. Der Kurs beginnt mit einem Warm-up um den Körper mithilfe angeleiteter Übungen und Improvisation aufzuwärmen. Die Bewegungen sind aus dem Zeitgenössischen Tanz, der Kontakt- Improvisation, dem Floor-Work, Hip Hop und aus den afrikanischen Tänzen inspiriert. Die Übungen werden in übersichtlichen Schritten gezeigt und fokussieren sich vor allem auf die Dehnung, Koordination und die Kontrolle über den Körper. Am Ende der Stunde werden die einzelnen Bewegungssequenzen zusammengetragen und zu einer kurzen Choreografie zusammengestellt. Wir bitten um Verständnis dass der Tanzkurs ausschließlich für Frauen of Color bestimmt ist.

Biografie: Nasheeka Nedsreal ist Perfomance-Künstlerin aus Louisiana, die sich thematisch mit Bewegung, Musik und Spoken Word beschäftigt. Nach ihrem Tanz- und Kunststudium zog sie nach Berlin, wo sie nun seit drei Jahren arbeitet. In den letzten Jahren widmete sie sich künstlerisch vor allem den Konzepten der Identität, der weiblichen und afro-diasporischen Narrative(n), der Intimität und der Improvisation. Nasheeka arbeitete bereits mit folgenden Institutionen und Personen in ganz Europa, USA und Indien zusammen : Ballhaus Naunynstraße, Promethean Theater, KW Institute for Contemporary Art, Spektrum Berlin, Circus Charivari und mehr. 2014 gründete Naheeka die Gruppe Soul Sisters Berlin, eine Initiative, die sich der Vernetzung von Schwarzen Frauen in Deutschland widmet. Des Weiteren arbeitet sie in der Mode- und Fernsehbranche und unterrichtet Kindern in ganz Deutschland in Englisch, Tanz und Theater.

+++ FOR BPOC ONLY +++
Mit der Bezeichnung „BPOC only!“, möchten wir darauf hinweisen, dass diese Workshops und Veranstaltungen ausschließlich an Menschen gerichtet sind, die sich als Schwarz (B = Black), oder als People of Color (PoC) positionieren. Das heißt Menschen, die der afrikanischen Diaspora angehören und/oder jene, die Rassismuserfahrungen machen. Der Begriff „People Of Color“, wendet sich gegen kolonial-rassistische Bezeichnungen und Fremdzuschreibungen und symbolisiert eine Emanzipierung durch selbstgewählte Bezeichnungen. Um rassistisch Diskriminierten die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken innerhalb eines sog. „Safer Space“ zu artikulieren, ohne Ausgrenzungen zu erfahren und Bevormundung einer mehrheitlich weißen Teilnehmer*innenschaft zu vermeiden, gestalten wir gewisse Kurse exklusiv.

Kurs

Capoeira für Jugendliche und Erwachsene

Lehrer: Thiago Padovani

immer dienstags
19:00- 20:30 Uhr
Kursbeitrag: 15 €/Monat


Kursbeschreibung
: Capoeira vereint Kunst, Körper und Geist. In einer Capoeira Angola Runde („ronda“) finden Kampf, Tanz, Herkunft, Musik, Theater, Philosophie, Spiritualität und Freude ihren Ausdruck. Capoeira schult die Kunstfertigkeit im Umgang mit den eigenen Körperbewegungen. Körperkontrolle und Improvisation, Spontaneität und gegenseitiger Respekt gehen dabei Hand in Hand.

Biografie: Im Alter von 6 Jahren begleitete Thiago Padovani seinen Vater auf Reisen in den Recôncavo Baiano und begann Capoeira zu trainieren. In den Straßen der Stadt Santo Amaro spielte er mit anderen Kindern bis tief in die Nacht Capoeira, in ihrer reinsten Form, ohne Gruppe, ohne Flagge, weder Angola noch Regional – einfach Capoeira. So wurde sein Leben von Anfang an von dieser afrobrasilianischenKampfkunst geprägt. Als Jugendlicher, kehrte Thiago in seine Heimatstadt Belo Horizonte zurück und trat der Capoeira Gruppe Cordão de Ouro bei. Dort sammelte er auch seine ersten Erfahrungen als Capoeira Lehrer und gründete schließlich seine eigene Gruppe: Um seine Unterrichtsmethoden zu verbessern, absolvierte Thiago schließlich ein Studium der Sportpädagogik mit Schwerpunkt Sportphysiologie. Dies ermöglichte ihm sein Wissen über Körper und Geist, besonders für das Capoeira, weiter zu schulen und in seinen Unterricht einfließen zu lassen.

2014 zog Thiago schließlich nach Hamburg, wo er eine neue Cordão de Ouro Gruppe gründete. Dort lehrt er Capoeira nach der Philosophie von Mestre Suassuna, dem Begründer von Cordão de Ouro. Die Trainings sind bestimmt von körperlicher Praxis, Musikalität (Instrumente spielen, Gesänge und besonders Rhythmus) sowie Geschichte und Fundament der Capoeira.

Thiago versteht Capoeira als eine freie Kultur, als ein Instrument der Zusammenführung, dass jede Ungleichheit überwinden kann. Capoeira versteht reine körperliche Kraft nicht als entscheidend, sondern das Gleichgewicht aus Kraft und Intelligenz, wobei es nicht auf Konkurrenz basiert, sondern dem Wunsch zusammen zu führen. Es trennt nicht, sondern nimmt auf. Thiago ist der Ansicht, dass keine Schwäche größer ist als die Fähigkeit diese zu überwinden, sei sie physisch oder emotional, ideologisch oder spirituell. So ist Capoeira für Thiago ein Instrument der Bewältigung und des Wachstums, lehrend und lernend.

 

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