Dokumentation

Auf diesen Seiten möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich anhand von Photos & Videos zurückliegender Veranstaltungen ein eigenes Bild von uns und unseren Aktivitäten zu machen. Viel Spaß beim stöbern!

Film Abend

Afro-brasilianische Kurzfilme

Samstag, 28. Januar 2017
Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Alle Filme sind auf Portugiesisch mit englischen Untertiteln.
Im Anschluss mit Diskussionsrunde mit einer der Regisseuren Alex Mello.

Das soziale Ungleichgewicht hält zwischen der schwarzen und weißen Bevölkerung Brasiliens bis heute an. Diese Realität wird in der Film- und insbesondere der Fernsehgeschichte (in den “Telenovelas“) nicht als Problem dargestellt, sondern der “Schwarze“ repräsentiert hier oft den “Bösen“, den Banditen oder Hausangestellten. Bis heute beherrschen Stereotypen des “Schwarzen“ die Telenovelas, während sich das Bild der Afro-Brasilianer im Kino der letzten Jahren schon stark verändert hat. Die Filmreihe zeigt Filme aus Brasilien , die die Afro-Brasilianer von einem anderen Standpunkt aus betrachten, als es in der öffentlichen Meinung der Fall war. Es werden sowohl Spiel- als auch Dokumentarfilme gezeigt. Die ausgewählten Filme sollen einen Einblick in die Geschichte der schwarzen Bevölkerung Brasiliens, seit Ende der Sklaverei bis in die heutigen Tage, geben. Dabei geht es allerdings nicht nur ernst, sondern auch hoch ironisch und unterhaltsam daher.

Fünf ausgewählte Kurzfilme bieten einen Blick auf die bunte Vielfalt des brasilianischen Filmemachens. Das Programm blickt in die unterschiedlichen Winkel Brasiliens und erzählt in einer Mischung aus Fiktion und Dokumentation von Mythen, Alltag und Geschichte des Landes.

Folgende Filme werden gezeigt:

– „Blume und Stachel“ von Coletivo Crua
– „Sophia “ von Kennel Rógis
– „Der Kolibri – Mann“ von Alex Mello und Vitor Kruter
– „Schmutzige Haut – Mein Fleisch“ von Bruno Ribeiro
– „Jenseits der Wolken“ von Renata Martins    

Tag der Offenheit, der Diversität – ein Festtag!

Interkulturelles Weihnachtsfest

Samstag, 17. Dezember 2016
von 14:30 bis ca. 21:00 Uhr

Mitwirkende Künstler*innen:  Murah Soares, 3Women, Angelo Campos

Das Anliegen des Interkulturellen Weihnachtsfestes 2016 im Forum Brasil ist die Stärkung und das Bewusstmachen eines friedlichen Miteinanders und das Feiern der kulturellen Vielfältigkeit.
An diesem Tag soll daher diese Diversität und Offenheit gefeiert werden: musikalisch, künstlerisch und visuell. Das interkulturelle Weihnachtsfest – ein Tag der Offenheit, der Diversität – ein Festtag.

Programm:

Murah Soares zeichnet sich mitverantwortlich für die Co-Konzeption dieser Veranstaltung. Als Host, Moderator und Animateur der Veranstaltung führt er durch einen interkulturellen Marktplatz von „Freunden unter Freunden“ mit Musikbeiträgen und einer Ausstellung.

Leider muss die Buchpräsentation mit WoMANtís RANDom aufgrund persönlicher Umstände ausfallen. Wir werden stattdessen mit einer Roda der Kinder aus unseren Kindercapoeira-Gruppen in die Weihnachtsfeier einführen. Hierfür sind alle Besucher*innen herzlich eingeladen.

Das Trio 3Women wird diesen Abend mit ihrem musikalischen Betrag veredeln. Verbunden durch eine tiefe Freundschaft und ihre gemeinsame Liebe zur Musik vereinen die Sängerinnen Jeannine Mayani, Gonza Ngoumou und Bona Ngoumou 2010 ihre Stimmen zu einem A-Capella Projekt. Sie begleiten sich teilweise selbst mit Gitarre, Percussion, Kora oder Flöte. Ihr Repertoire besteht aus eigenen Songs und umarrangierten Covers, inspiriert durch Musiker wie Miriam Makeba, Tracy Chapman, Abbey Lincoln, Sweet Honey in the Rock, Gil-Scott Heron, Richard Bona, Sandra Nkaké und Anderen.
Sie treten meistens als Trio auf, spielen aber auch immer wieder als erweiterte Formation mit Kontrabass oder Percussion. Ihre Musik berührt mit sinnlichen Melodien, tiefen Texten und tragenden Rhythmen. In welcher Formation sie auch immer spielen, es ist eine ungewöhnliche und spannende Kombination aus verschiedenen Stimmen und Stilen. In der Berliner Musikszene findet sich kaum Vergleichbares.

Angelo Campos ist ein aktivistischer und politischer Künstler aus Rio de Janeiro, der mit seinen Bildern auf die sozialen und politischen Realitäten in den Favelas Brasilien aufmerksam macht. Immer geht es ihm auch um die Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in Vierteln, die von Armut geprägt sind. Zu seinen Stationen gehört unter anderem auch die Teilnahme an der Art Basel Miami (2014). Angelo Campos wird seine Bilder in den Räumen von Forum Brasil ausstellen. Da er persönlich nicht anwesend sein kann, werden wir ein Videoporträt von ihm zeigen. Er führt darin in seine Arbeit ein und präsentiert ein wenig beachtetes Bild Brasiliens, indem er den/die Bewohner*innen der Favelas eine Stimme verleiht und ihnen dadurch Würde und Respekt zurückgibt.

Der interkulturelle Weihnachtsabend wird also eine Reise von Brasilien bis nach Berlin beschreiben, in der es immer um die Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ geht und verschiedene Künstler*innen alleine und gemeinsam mögliche Antworten auf ein gelingendes Miteinander suchen und finden. Mit diesem hoffnungsvollen Blick schließt das Forum Brasil das Jahr 2016.
Um diesen Tag gemeinsam, auch kulinarisch, zu feiern, freuen wir uns wenn jede*r einen süßen oder pikanten Beitrag zu unserem Buffet leistet. Wir freuen uns auf Euch!

Die Geschichte der Orixás Obá, Oxum und Xangó

Oriki – Afrobrasilianisches Tanztheater

Inszenierung, Choreografie & Tanz: Murah Soares

10. Dezember Aufführung
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr

Das Tanztheaterstück Oriki greift eine Geschichte aus der afro-brasilianischen Mythologie des Candomblé auf, die in tänzerischer Form als Resultat eines sechsmonatigen Tanzworkshops aufgeführt wird. Der Workshop fand unter der Leitung des Tänzers, Choreographen und Babalorixá Murah Soares statt. Oriki erzählt die Geschichte der Orixás (d.h. der Götter) Xangó, Obá und Oxum.

Mit europäischen Erzähltraditionen ist diese Art des Storytellings in keiner Weise vergleichbar. Ähnlich wie in der Peking-Oper, sind auch in der Tradition des Performativen im afro-brasilianischen Candomblé, Mimik und Gestik einerseits sehr expressiv, andererseits hoch stilisiert und subtil. Darüber hinaus finden unterschiedliche Genres des künstlerischen Ausdrucks eine gemeinsame Plattform: Darstellendes Spiel trifft auf Tanz, verknüpft mit Gesang, ritueller Perkussion und Pantomime.

Veranstaltung zum Tag des Schwarzen Bewusstseins

Dia da Consciência Negra

Kulturelle und kulturpolitische Veranstaltung

Sonntag, 20. November 2016
Einlass: 18:30 Uhr – Beginn 19:00 Uhr

 

In Brasilien wird der Dia da Consciência Negra jährlich am Todestag von Zumbi dos Palmares (1665 – 1695) gefeiert. Zumbi dos Palmares war im 17. Jahrhundert Anführer der größten Quilombo-Gemeinschaft Brasiliens. Quilombo-Gemeinschaften waren Zusammenschlüsse von Afro-Brasilianern, denen die Flucht von Plantagen, Gefängnissen und Sklavensiedlungen gelungen war.

Der Dia da Consciência Negra stellt den Beginn der in Brasilien begangenen Semana da Consciência dar. Innerhalb dieser Woche wird traditionell der Befreiung der afrikanisch-stämmigen Bevölkerung aus der Sklaverei gedacht. Darüber hinaus wird diese Woche genutzt, um auf die aktuell nur langsam fortschreitende Integration von People of Color beispielsweise in den Arbeitsmarkt und an den Universitäten in Brasilien aufmerksam zu machen. Ohne den afrikanischen Einfluss wäre die brasilianische Kultur nicht das, was sie heute ist, dennoch haben Afro-Brasilianer noch immer unter offener und latenter Diskriminierung im Alltag zu leiden.

Programm:

Aus Aktualitätsgründen möchten wir in diesem Jahr in einer besonderen Ausstellung mit dem Künstler Isaiah Lopaz und sein Projekt „Things You Can Tell Just By Looking At Him“ hinweisen. Geboren in Inglewood, California, wuchs Lopaz in einer streng religiösen, afrikanisch-amerikanischen Familie der Arbeiterklasse auf. Nach seinem Abschluss (B.F.A) am Art Center College of Design in Kalifornien, studierte er an der Städelschule in Frankfurt am Main. Bekannt geworden durch seine wagemutigen, detaillierten Scherenschnitte, begann er sich bald mit der traditionellen Kollagenkunst zu beschäftigen. In diesen beschäftigt er sich mit Sexualität, US-amerikanischer Geschichte, mit Popkultur und familiären Beziehungen. Er benutzt persönliche Myhologien, um den Schwarzen Körper sowohl als Ort der Erinnerung als auch als Hüter der vergangenen und zeitgenössischen Geschichte zu entwerfen. Seine Arbeiten waren schon in Print- und Onlinemedien, als auch auf der Miami Art Basel, im Schwulen Museum in Berlin zu sehen. Erst kürzlich beendete Lopaz den Text zu seiner ersten illustrierten Kurzgeschichte „Good Grief“. Er ist der Gründer von Him Noir, einem Blog über Race, Politik und Kultur.
Him Noir begann anfänglich als Online-Galerie des fotografischen Aufsatzes des Künstlers Isaiah Lopaz „Things you can tell just by looking at him – Was sein Aussehen über ihn erzählt“ Dieses Projekt ist eine Kollektion von Porträts des Künstlers, bei dem er T-Shirts mit rassistischen Kommentaren, Mikroagressionen, rassistischen Beleidigungen trägt. Kurz: Äußerungen, die er seit seiner Ankunft in Berlin, erlebt hat. Da immer neue verbale Ausdrücke hinzukommen, wächst auch seine Kollektion, da immer neue T-Shirts mit neuen Porträts hinzukommen. Der Künstler interessiert sich dafür, wie Vorstellungen von „Race“ auf die Körper von nicht-weißen Menschen projiziert werden. Darüber hinaus möchte er die Erfahrungen von Menschen, die Rassismuserfahrungen machen, in einer Kollaboration dokumentieren und die Gegenwart von „Race“ und wie diese in unterschiedlichen Gesellschaften fungieren, illustrieren.
Isaiah Lopaz wird an diesem Abend seine Arbeit ausstellen und einen Einblick in seine Arbeit gewähren. Dabei wird er das Publikum auffordern, eigene Erfahrungen mit Rassismus gemeinsam mit ihm zu illustrieren und seiner Ausstellung hinzufügen.

Aufgrund eines persönlichen Vorfalls musste der afrobrasilianischen Streetartist Angelo Campos bereits früher wieder nach Brasilien abreisen und konnte daher nicht persönlich vor Ort sein. Stattdessen hinterließ er eine Videobotschaft, inder er sich persönlich vorstellte und dem Publikum Einblicke in seine Arbeit gab. Campos ist ein aktivistischer und politischer Künstler aus Rio de Janeiro, der mit seinen Bildern auf die sozialen und politischen Realitäten in den Favelas Brasilien aufmerksam macht. Immer geht es ihm auch um die Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in Vierteln, die von Armut geprägt sind. Zu seinen Stationen gehört unter anderem auch die Teilnahme an der Art Basel Miami (2014). In einem kurzen Dokumentar-Video wird Angelo Campos an diesem Abend präsent sein, seine ausgestellten Bilder sind zu erschwinglichen Preisen direkt zu erwerben.

Aufgrund eines Krankheitsfalls, konnten Murah Soares und Meryl Prettyman in diesem diesjährigen Dia da Consciencia Negra leider nicht persönlich teilnehmen. Stattdessen lieferten Parana Bomfim und João Aléncar ein beeindruckendes Percussion und Trommelkonzert ab, der die Zuschauer*innen begeisterte und mit einem langen Applaus beantwortet wurde.
Untermalt wird dieser Abend mit der gefühlvollen Musik von Dikumbi, einer afrodeutschen Sängerin. Geboren in der DDR und aufgewachsen in den Umbruchszeiten der Wende, bewegt sie sich seither im Spannungsfeld zwischen Neuem und Altem, Gegenwärtigem und Vergangenem, dem Gefühl zuhause zu sein und doch fremd zu sein. Diese Erfahrungen spiegeln sich in ihrer musikalischen Heimat, eine Mischung aus Jazz und brasilianischer Musik, wieder. Und spannt damit einen musikalischen Bogen aus Brasilien über die USA bis Deutschland.

Film-Abend

Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992

Buch/Regie: Dagmar Schultz
Co-authors: Ika Hügel-Marshall, Ria Cheatom, and Aletta von Vietinghoff

Sonntag, 13. November 2016
Einlass: 18:30 Uhr

Audre Lorde, die einflussreiche, preisgekrönte afro-amerikanische, lesbische Dichterin lebte und lehrte in den 1980er Jahren in West-Berlin. Während ihres Aufenthaltes als Gastprofessorin; wurde sie zur entscheidenden Mentorin und Initiatorin der Afro-Deutschen Bewegung. Die weißen Deutschen forderte sie dazu heraus, die Bedeutung ihrer weißen Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeiten auf konstruktive Weise umzugehen.

Street Art als politische Methode des Widerstands mit Angelo Campos

Samstag 5. November 2016
Von 13:00 Uhr – 17:00 Uhr
Workshopbeitrag: 20 Euro

Angelo Campos ist ein Autodidakt, der bereits mit sechs Jahren, im Jahre 1988 das Zeichnen begann. Von Anfang an lebt und arbeitet er in der Vila Cruzeiro, einer Favela in den Vororten von Rio de Janeiro, Brasilien.

Er beteiligt sich an wichtigen Projekten sowohl in seiner Heimat Brasilien sowie international. Das Hauptthema seiner Arbeit ist die institutionelle und symbolische Gewalt an den Bewohnern der Favelas. Campos stellt dabei häufig Kinder dar, die in diesen Gemeinschaften geboren sind und mit einem sozialen Stigma aufwachsen. Er kreiert auch kritische Graffiti an den Wänden der Favelas, um nicht nur die lokale Bevölkerung sondern auch diejenigen zu ehren, die zu Unrecht ermordet wurden, zu ehren. Derzeit organisiert Campos ein kulturelles Programm mit wöchentlichen Treffen in Vila Cruzeiro. Diese Begegnungen fördern den Austausch von künstlerischen Praktiken zwischen den Bewohnern aller Ecken von Rio de Janeiro.
Zu seinen Stationen gehört unter anderem auch die Teilnahme an der Art Basel Miami (2014). Immer geht es darin um die Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in Vierteln, die von Armut geprägt sind.

Inhalt des Workshops:

Bei diesem Workshop erlernen die Teilnehmenden den spielerischen Umgang mit unterschiedlichen Materialen. Gegen Ende des Workshops haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit ihre selbstmitgebrachten Taschen und T-Shirts individuell zu gestalten. Alle anderen Materialen werden in dem Workshop gestellt. Mit diesem Workshop möchte Angelo ein politisches Statement abgeben.

 

Offenes Treffen

Bastelqueens & Allies

Freitag 28. Oktober
Beginn: 18 Uhr

Willkommen an alle interessierte Frauen* of Color und Allies da draußen. Dieser offene Treff lädt alle Interessiere an Handwerkskunst wie Nähen, Stricken, Sticken, Häkkeln, Origami falten,…  ein, sich kennenzulernen, sich gegenseitig zu unterstützen, eigene Kenntnisse weiterzugeben, neue Fertigkeiten zu erlernen und so weiter. Dabei soll ausdrücklich geredet, gelacht, gelästert, geflucht und sich über ein gelungenes Projekt gefreut werden. Willkommen sind alle mit oder ohne Vorkenntnisse, mit oder ohne Geduld, mit oder ohne, ach auch egal. Let’s bring some light into this otherwise very dark season. Willkommen ihr Bastelqueens!

Musik-Theater

Heroi Negro („Schwarzer Held“)

Inszenierung: Thiago Padovani  & die Capoeira Gruppe „Cordão de Ouro“

Die Vorstellung am Freitag 4. November 2016 ENTFÄLLT!!!

O Heroi Negro („Schwarzer Held“) ist ein Musik-Theater-Stück, das die Geschichte der Sklaverei in Brasilien und die spürbaren und allgegenwärtigen Auswirkungen dieser rassistischen Unterdrückung der Afro-BrasilianerInnen zeigt. Eine Unterdrückung, die bis heute versucht, die Schwarzen in Brasilien als minderwertig darzustellen und sie von gleichberechtigter gesellschaftlicher Teilhabe fernzuhalten.
Das Theaterstück O Heroi Negro setzt Geschichte, Kultur, Poesie und Tanz in diesem Stück zum Mitfühlen und Reflektieren zusammen.

Musikalisch begleitet wird das Stück von diversen Instrumenten, wie z.B. Bass, Trommeln, Xylophon, Gitarre und Gesängen.

Das Musik-Theater-Stück O Heroi Negro wurde von der Gruppe „Cordão de Ouro“ aus Hamburg unter der Leitung ihres Capoeira Lehrers  Thiago Padovani im Herbst 2015 im Rahmen des Lateinamerika-Festivals im Völkerkundemuseum Hamburg inszeniert. Das Thema des Festivals war Afrika in Lateinamerika.
Seit 2016 leitet Thiago Padovani auch die Erwachsenen – Capoeira Gruppe bei uns im Forum Brasil in Berlin.

Am Sonntag, 4. September 2016  12:00 – 16:00 Uhr fand ein „Kraft der Götter“ Workshop statt.

Der Workshop bietet euch einen idealen Einstieg in die Welt der afro-brasilianischen Religionen und deren spirituelle Tänze und Gesänge.

Der Workshop fügt sich ideal in das Konzept von AfroPolitan Berlin ein, da das Wissen um die Spiritualität und Kraft der afro-brasilianischen Glaubenskonzepte, vielleicht gerade in unserer heutigen Zeit ganz sicher eine wichtige Säule im Leben jedes Afropolitans sein kann.

Der Workshop wird geleitet von dem afro-brasilianischen Tänzer und Babalorixá Murah Soares – was ein inspirierendes und energiegeladenes Erlebnis garantiert.

Freitag, 15. Juli 2016 fand ein super heißes Afro.HipHop SOMMER-SPECIAL statt!

Mit Leo Sucre

Zum Anfang der Sommerferien und zum Einklang in die heißesten Tage des Jahres wollen wir mit Euch tanzen! Hip Hop lebt vom Feeling und kann von jedem erlernt werden, der sich vom Groove mitreißen lässt!!! Zum Reinschnuppern in Leo Sucres einzigartigen HipHop Style bieten wir Euch einen ganz besonderen Workshop, der uns alle zum Schwitzen bringen soll!

Nach der Sommerpause werden dann regelmäßig African Hip Hop Kurse stattfinden, bei denen wir uns unter anderem zu Songs aus der afrikanischen und (afro-) amerikanischen Musikszene bewegen wollen. Dazu werden wir unter Anleitung von Leo Sucre Moves aus Hip Hop, Street Dance und modernem afrikanischem Tanz auf kreative Weise zu einer stimmigen Gesamtchoreografie verbinden. Im Vordergrund stehen dabei der Spaß an der Sache und die körperliche Bewegung. Du kannst dich auspowern, trainierst deinen gesamten Körper, stärkst deine Kondition und Koordination und übst dein Rhythmusgefühl.

Über den Afro HipHoper: 

Leo stammt aus Kamerun und wuchs mit dem Tanzen auf. Aufgrund seiner Begeisterung für Hiphop und Afrostyle schloss er eine einjährige Ausbildung zum „Dance Instructor“ an der „A to Z Dance School“ in Kamerun ab. Im Anschluss daran unterrichtete er mehrere Jahre lang verschiedene Tanzgruppen und tanzte selbst in einer Formation, mit der er auf Wettbewerben einige Preise gewann. Leo ist außerdem als Sänger und Choreograph Mitglied der Musikgruppe „Hit Boyz“. Darüber hinaus und aufgrund seines Studiums, verfügt Leo über sehr gute Kenntnisse im audio-visuellen Bereich, die er für eigene Videoproduktionen einsetzt.

Leo wird euch durch seine eigene Freude am Tanz motivieren und inspirieren. Er bringt Geduld und Verständnis beim Unterrichten auf und ist gerne für einen Spaß zu haben.

Kongo Dance mit Funmilayo aus New York City in Berlin


Funmilayo wurde in Brasilien geboren, wuchs in Guyana auf und lebt nun seit 1987 in New York City. Funmilayo‘s eigene Ausbildung umfasst Ballett, Modern, Tap, Sabar, Guinean, Haitian, Afro-Cubanisch, Afro-Brasilianisch, Tänze aus Dahome, und Dunham. Sie lebte und tanzte in Nigeria und Ghana; sie besuchte den Kongo, das Mutterland ihrer Ahnen. Von 1987 bis 1992 war Funmilayo Mitglied der einzigen traditionellen kongolesischen Tanzkompanie aus New York City, „Malaki MA Congo“. Funmilayo lehrt die Tänze aus dem Kongo seit über 20 Jahren. Seit 1995 ist sie die Direktorin und Choreographin der von ihr gegründeten „F.U.S.H.A. Dance Company“. 1996 wurde Funmilayo in NYC mit dem “Ethnic Dance Award” als „beste Lehrerin für Afrikanischen Tanz“ ausgezeichet.

Funmilayo’s Auftritte als Solokünstlerin bei einigen von Ornette Coleman’s internationalen Konzerten sind Legende; ihre F.U.S.H.A. Dance Company begeistert nicht nur auf Bühnen: sie tanzte u.a. im Plenarsaal der United Nations in New York zur internationalen Wasserkonferenz, brachte die Harvard Universität zum erzittern und ist ein gern gesehener Gast bei den fulminanten New Yorker karibischen Day-Paraden, bei afrikanischen Festen und hochdotierten Privatveranstaltungen – von Jamaica bis Schweden und Italien – vom 8-10. Juli 2016 wird Funmilayo nun zum ersten Mal auch in Berlin unterrichten.

WAS IST KONGOLESISCHER TANZ?

Die kongolesischen Tänze sind durch die stetig kreisenden Bewegungen im Becken und Bauchraum charakterisiert. Wir verbinden uns mit unseren innersten Wurzeln, mit dem kraftvollen, erdverbundenen, feurigen Zentrum unseres Wesens. Durch die Erweckung und Bewusstwerdung dieser Energie entwickelt unser Körper Kraft, Flexibilität und Ausdauer – und weit mehr: der kongolesische Tanz erweckt ALLE in uns schlummernden Energien.
Diejenigen unter Ihnen, die eher pragmatischer Natur sind: die Tänze aus dem Kongo tragen dazu bei, dass sich Verspannungen lösen können, und die innere Muskulatur wird aktiviert. Das erhält den Körper elastisch und den Geist frisch. Funmilayo wird Ihnen kongolesische Tanztechniken nahebringen, durch die Sie Ihren Körper mit Grazie und Selbstvertrauen bewegen lernen. Ob Mann oder Frau, jung oder alt, ob kompletter Anfänger oder professioneller Tänzer, ob dick oder dünn, weiss oder gelb, rot, braun oder schwarz: ALLE Menschen sind hier willkommen!

Gesprächsrunde über die Rolle Schwarzer Frauen in der Gesellschaft

Freitag, 03. Juni 2016                    19.00 Uhr

Dies war der erste von hoffentlich vielen Gesprächskreisen zum Austausch von Gedanken und Ideen unterschiedlicher Bewegungen und Entwicklungen in Brasilien. Das Ziel ist es, verschiedene Seiten der Demokratie des Rechtsstaats zu beleuchten.

Der Anfang wird gemacht: Das 1. Wort haben die Schwarzen Frauen.

Gesprächskreis mit –

Marly Borges de Albuquerque ist Brasilianerin und lebt seit 21 Jahren in Deutschland. Seit ihrem 13. Lebensjahr ist sie aktiv als Feministin. Sie arbeitete in der feministischen Organisation SOS Corpo Gênero e Cidadania in Recife. Zusammen mit anderen Aktivistinnen gründete sie das Frauen Forum von Pernambuco-Recife, das die Absicht hatte, pernambukanischen Frauen einen Ort zu bieten, an dem sie sich mit Frauen spezifischen Themen auseinandersetzen können. Darüber hinaus wurden dort konkrete politische Interaktionen auf regionaler und nationaler Ebene organisiert.
In Deutschland engagiert sie sich mit anderen Feministinnen im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen. Sie arbeitet als Sozialberaterin in dem ersten autonomen Frauenhaus in Berlin. Ferner engagiert sie sich in verschiedenen Gruppen, darunter:
– Frauengruppe Respekt, die sich mit den Rechten von Migranten in Deutschland beschäftigt.
– Vorstand bei der Aktion Solidarische Welt – (unterstützt Frauenprojekte in Lateinamerika, Afrika und Asien).

Jamile da Silva ist Afrobrasilianische Feministin. Sie ist Sozialarbeiterin/-pädagogin mit einem Master in Gender Studies. Beruflich ist sie als Programmkoordinatorin bei S.U.S.I. Interkulturelles Frauenzentrum tätig. Sie ist Mutter zweier Kinder und lebt seit 5 Jahren in Berlin.

Márcia Moraes de Oliveira lebt und arbeitet als Beraterin in Frankreich. Am Institut für höhere Studien Lateinamerikas (IHEAL) der Sorbonne erhielt sie ihre Mastertitel in Internationalen Studien und in Politikwissenschaften.


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Moderatorin : Sandra Bello

Afro – Luso – Brasil – Event

Kulturabend – Musik – Straßenkunst – Performance

Angola – Brasil – Guinea-Bissau

Samstag, 28. Mai 2016                                   Einlass 18:00 Uhr

Moderation: Uriara Maciel

Mit dem Event Afro-Luso-Brasil möchte das Forum Brasil erstmals die kulturelle Brücke schlagen zwischen den afrikanischen Ländern und dem lateinamerikanischen aus dem portugiesischen Sprachraum. Meist sind ihre Kulturformen sehr voneinander isoliert wahrnehmbar, obwohl sie sich doch kulturell stark beeinflusst haben und weiterhin beeinflussen, wie wir schon in unserer Veranstaltung am 13. Mai am Beispiel der brasilianischen Samba de Roda und ihren afrikanischen Wurzeln in der angolanischen Semba aufzeigen werden. Mit dem Event Afro-Luso-Brasil werden wir nun erstmals Künstler aus den o.g. Ländern zusammen in einer Veranstaltung auf die Bühne bringen, um ihre zeitgenössische Kunst zu präsentieren. Auch für die eine oder andere kulinarische Kostprobe des entpsrechenden Kulturraums wird während der Veranstaltung gesorgt sein.
Das Programm des Afro-Luso-Brasil Event reicht von unterschiedlichen musikalischen Beiträgen aus verschiedenen Ländern des portugiesischen Sprach- und Kulturraums, über Beiträge von Straßenkünstlern, Capoeira und Performance. Allen Beitragenden, Künstlern und Artisten ist gemeinsam, dass diese nicht nur portugiesisch ihre Muttersprache nennen, sondern auch afrikanischer Abstammung oder Herkunft sind.

 

Programm:
Kani Tuyala, geboren in Kinshasa/dem. Rep. Kongo und Projektleiter von AfroPolitan Berlin, einem Projekt des Forum Brasil, wird im Rahmen der Veranstaltung einen Impulsvortrag über die Geschichte des Afro-Luso Kulturraums halten und dabei auch über aktuelle Herausforderungen sprechen, bei denen es bspw. um die Überwindung der oftmals bestehenden Ressentiments zwischen Brasilianern und den afrodezendenten Angehörigen des Afro-Luso-Sprachraums gehen wird. Diese Diskussion beinhaltet auch Aspekte des sog. ‚Black Atlantic‘, also des Transfers kulturellen und spirituellen Wissens von Afrika nach Amerika, der bis in die Neuzeit reicht. Diese Einordnung und der Ansatz eines Brückenschlags zwischen den Kontinenten reflektieren den Geist unter dem die gesamte Veranstaltung stattfindet.

Für das event Afro-Luso-Brasil freuen wir uns sehr über die Teilnahem folgender, international renommierter KünstlerInnen:

MC und DJ Xuparina aus Brasilien, wird gemeinsam mit der brasilianischen Schauspielerin/Tänzerin und Schöpferin der Formation ‚Baile Funk Girls‘,  Marcela Maia, den Abend gemeinsam musikalisch und tänzerisch bereichern. Als lesbische, schwarze Feministin und Dadaistin versteht sich Marcela Maia als Kämpferin gegen Sexismus und Homophobie in der Gesellschaft. Zu Marcela Maias musikalischem Repertoire gehören Rhythmen und Einflüsse aus der populären brasilianischen Musik, Disco, Funk und Swing.
MC Diamondog aus Angola ist ein aktuell in Berlin lebender Rapper. Sein Musikstil wird bestimmt von politischem und sog. ‚Conscious Rap‘. Diamondog ist Journalist, Dokumentarfilmer und hat einen Abschluss im Masterprogramm „Visual and Media Anthropology“ der Freien Universität Berlin. Rapper seit 1998, kam Diamondog im Alter von 16 Jahren während eines Journalistenlehrgangs mit der Hip Hop-Kultur in Berührung.
Aufgrund des Bürgerkriegs in seiner Heimat, verbrachte Diamonddog einige Zeit in Brasilien, wo er im Jahr 2000 gemeinsam mit dem brasilianischen Rapper Jazzrell AKA Mic Forté ein Hip Hop-Duo namens „Clandestino“ (übersetzt in etwa: Randständige, Ausgegrenzte, Untergrund) gründete. Bei Clandestino handelt es sich um eine Analogie zur Sklaverei, während der Millionen Afrikaner und ihre Nachkommen verschleppt und getrennt wurden und die doch gleichzeitig zu einem gemeinsamen Schicksal, einem verbindenden kulturellen Element führte, auch in der europäischen Diaspora. Auch diese Analogie und der daraus entstandene politische Anspruch bzw. das daraus entstandene Bewusstsein („conscious“), spiegeln auf ihre eigene Art den Geist der Veranstaltung im Forum Brasil wieder.

MC Frank Bidin aus Guinea-Bissau, handelt es sich um einen Musiker der Tradition und Moderne verbindet. Frank Bidin begann seine musikalische Karriere im Jahr 2005, wobei er bereits im Jahr 2007 eine erste Auszeichnung als Musiker durch das Discovery-Forum Guinea-Bissau erhielt (prêmio de músico revelação do Fórum de Descobertas da Guiné-Bissau). In den folgenden Jahren nahm er erfolgreich an verschiedenen subregionalen Musikfestivals in Gambia und Senegal teil.
In seinem Heimatland ist Frank Bidin in der zivilgesellschaftlichen Bewegung bekannt und ist auch aktiv in Kinder- und Jugendhilfsprojekten, u.a. gefördert von Organisationen wie UNICEF, PLAN International, BMI, PNI, NEST VON KINDERN, RENAJ, MINICRI. Frank Bidin spielt das traditionelle Instrument TINA (eine mit Wasser angefüllte Calebasse). Seit 2015 in Berlin lebend, widmet er seine Zeit eigenen Shows, Musikproduktionen und, gemeinsam mit dem brasilianischen Musiker John Afojubá, den Einflüssen afro-brasilianischer Rhythmen wie etwa dem ‚Maracatu‘.
DJane Grace Kelly, kam im Jahr 1996 aus Bahia/Brasilien nach Berlin. Ihre DJ-Karriere  begann zwei Jahre später, als  sie  Gelegenheit erhielt für ‚Afoxé Loni‘, eine der eindrucksvollsten und musikalisch anspruchvollsten Karnevalsgruppen des Berliner Karneval der  Kulturen,  aufzutreten. Im  Jahr 2000 wurde sie zum  Festival ‚Heimatklänge‘ in Berlin als DJane eingeladen und blieb dem Festival viele Jahre als Künstlerin treu. Über Jahre arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für den Berliner Radiosender Radio Multikulti vom RBB.
Seitdem genießt sie in der Berliner Szene als auch weit darüber hinaus beachtlichen Erfolg. Als Künstlerin verkörpert Grace Kelly die Dynamik und verbindende, expansive Kraft der afro-brasilianischen Kultur. In den attraktivsten Veranstaltungsorten Berlins präsentiert sie ihre Kunst und den ‚Sound‘ Lateinamerikas, wobei sie  als cross-cultural DJane ebenfalls von orientalischen Breakbeats und osteuropäischen Rhythmen beeinflusst ist.
Mit ihrer eigenen Partyreihe ‚Mundo Mix – World Wide Dance Music‘, bietet Grace Kelly als Gastgeberin, zusammen mit den faszinierendsten musikalischen Gästen, eine Plattform für einen neuen und belebenden Blick auf das überbeanspruchte Label der „World Music“.

Dia dos Pretos Velhos

– Gedenktag an die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien –

Freitag, 13.05, Einlass 19:30 Uhr – Beginn 20:00 Uhr

Zum Gedenktag an die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien werden im Forum Brasil am 13. Mai die Pretos Velhos (“Alte Schwarzen”) verehrt, Geister afro-brasilianischer Sklaven, die durch ihre Weisheit zur Befreiung und zum Widerstand der Afro-Brasilianer wesentlich beigetragen haben. Zwischen den wichtigsten Kulturformen, die dank der Pretos Velhos nicht nur seit dem Anfang der Kolonialzeit überlebt, sondern in den letzten Jahrzehnten die ganze Welt erobert haben, steht der Samba. Dessen Ursprungsform, der Samba de Roda, lebt heute vor allem in Bahia fort und wurde in 2005 als Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO ausgezeichnet. Die Programmpositionen und Künstler sind im Einzelnen:

Eröffnet wird die Veranstaltung im Forum Brasil traditionell durch die afro-brasilianische Gemeinde des Ilê Obá Sileké mit Gesängen für die Pretos Velhos.

Die brasilianische Musikerin und Ethnologin Nina Graeff wird anschließend an diesem Abend anlässlich der Veröffentlichung Ihres Buch „Os Ritmos da Roda: Tradição e Transformação no Samba de Roda“ über dieses wichtige afro-brasilianische Kulturgut sprechen. Sie gibt Einblick in die faszinierende Tradition der „Samba de Roda“, ihre Ursprünge in der angolanischen Semba, die Pflege und Weiterentwicklung in den Sklavenbehausungen in Brasilien und die Zusammenhänge als widerständige Kulturform der versklavten und unterdrückten schwarzen Bevölkerung gerade im Nordosten Brasiliens – akustisch veranschaulicht durch den Musiker Paraná Bomfim.

Da „alles in Samba endet“ („tudo acaba em samba“), wird die Sängerin Nina Graeff im Anschluss gemeinsam mit dem brasilianischen Perkussion-Meister Paraná Bomfim und dem brasilianischen Gitarristen André Bayer einen „Samba-Kreis“ führen, bei dem alle Gäste eingeladen werden mitzutanzen und um die Magie dieses Kulturerbes selbst zu erleben.

Nina Graeff wurde in Porto Alegre, Süd-Brasilien, geboren und studierte Medienwissenschaft, Klavier und Musikethnologie in ihrer Heimatstadt, in Straßburg und in Weimar. Zurzeit promoviert sie im Graduiertenkolleg „Interart“ der Freien Universität zu Berlin über die transkulturelle Weitergabe der afro-brasilianischen Religion des Candomblé.

Der Musiker André Bayer wurde ebenfalls in Brasilien geboren, studierte dort und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Er tritt als Solist auf und mit verschiedenen Musikgruppen, auch an Theaterprojekten war er beteiligt.

Der brasilianische Musiker und Komponist Paraná Bomfim ist einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen perkussiven afro-brasilianischen Musik. Auf brasilianischen und europäischen Bühnen spielte er mit namhaften Musikern unterschiedlicher Kulturen und Musikstile und war bei der Aufnahme zahlreicher LPs und CDs beteiligt.

Filmreihe Cinebrasil im Forum Brasil – Ich bin Louisa Jules (2013)

Sonntag, 01. Mai, 18:00 Uhr

In Kooperation mit Cinemanegra GmbH Berlin / Sidney Martins

Ich bin Louisa Jules (2013)

Unter Anwesenheit der Film-Protagonistin “ Louisa Jules“ mit anschließendem Publikumsgespräch

Buch/Regie: Roberto Manhäes Reis/Viola Scheuere

Idee/Recherche/Produktion: Sidney Martins

Für Projektteilnehmer von AfroPolitan Berlin durch SenAIF gefördert..

Louisa fühlt sich wohl in ihrer Haut. Sie hat eine unverklemmte Art, mit Menschen umzugehen und einen besonderen Sinn für Körperlichkeit als Tänzerin einer Samba-Gruppe.
Als Kleinkind ist Louisa adoptiert worden und mit drei Brüdern in einer Berliner Familie aufgewachsen. Ihre schwarze Hautfarbe war zu Hause kein Thema, dennoch erkennt Louisa mit dem Erwachsenwerden immer stärkere Ähnlichkeiten zwischen ihren Brüdern und ihren Eltern.

Louisas leibliche Eltern kommen aus Madagaskar, mehr wusste sie nicht. Auf ihre Initiative hin wurden der Vater und die Mutter mit Unterstützung der madagassischen Botschaft gesucht und tatsächlich auch gefunden. Der Vater, den man zunächst für verstorben hielt, ist Geologie-Professor und ihre Mutter arbeitet an einem Gymnasium als Lehrerin. Sie hatte Louisa damals im ukrainischen Kiew während ihres Studiums zur Adoption freigegeben. Danach geriet das Kind in Vergessenheit.

19 Jahre später steht Louisas Reise mit ihrer Berliner Adoptiv-Familie in das Land ihrer afrikanischen Eltern und Großeltern bevor. Louisa ist aufgeregt. Ihre Gefühle schwanken zwischen Glück und Zweifel: Wie werden ihre inzwischen getrennt lebenden Eltern auf ein Wiedersehen mit ihr reagieren?
Wird Louisa endlich die ersehnte Ähnlichkeit bei ihrer Mutter finden? Wird sie sich in dem fremden Inselstaat im Indischen Ozean wie eine Madagassin fühlen, oder eher wie eine schwarze Deutsche?

Konzert mit Xandele

Freitag, 01. April 2016

Für Projektteilnehmer von AfroPolitan Berlin durch SenAIF gefördert.

Xandele ist eines der vielversprechendsten Talente des Brasilianischen Samba-Rock. Der quirlige Musiker und Komponist vereint viele verschiedene Einflüsse aus Funk, Groove, Samba, Swing, Rock und Jazz zu seinem ganz eigenen Stil.
Bereits 1998 gewann Xandele das erste Musikfestival seiner Heimatstadt Porto Alegre mit dem Titel „Cor do Som“ (Die Farbe des Klangs). Seitdem ist Xandele in unterschiedlichen Projekten mit bekannten Brasilianischen Künstlern und Bands aufgetreten, zum Beispiel mit Bedeu, Casa da Sogra, Hyldon, Luis Vagner, Tonho Crocco, Marku Ribas, Bebeto, Clube do Balanço, oder Limusine Negra.
In den letzten Jahren war Xandele viel unterwegs und hatte Auftritte in Brasilien (Porto Alegre, Rio de Janeiro, Sao Paulo), Europa (Barcelona, Wien, Paris, Berlin, Rom, London) und den USA (New York).
Er hat auch an verschiedenen Tonaufnahmen mitgewirkt, unter anderem Tonho Crocco, “O lado brilhante da lua”, 2010, Marku Ribas, DVD 2006, Ultramen, “O Incrível Caso Da Música Que Encolheu E Outras Histórias”, 2002 oder Bedeu, “Swing Popular Brasileiro”, 1998.
Momentan produziert Xandele sein erstes Soloalbum, das in diesem Jahr erscheint.

Hier gibt es einige Musik- und Videobeispiele.

 

Öffentliches Ritual zu Ehren Ogum & Oxossi

 

Samstag, 23. April 2016

12:30 bis circa 19:30 Uhr

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen
und Blumen und Kerzen mitbringen

Orixás sind in den afro-brasilianischen Religionen die Vermittler zwischen dem obersten Prinzip Olurum und den Menschen. Sie sind Vorfahren – halb Mensch halb Gott – und ihnen wohnen jeweils spezifische Qualitäten inne.

Ogum

Ogum, ursprünglich als Herr des Metalls verehrt, gilt als dynamische Kraft voller Schwung, Jugend und Energie. Er ist zielgerichtet, energisch und in seiner Art unumstößlich durch seine kraftvolle, männliche Energie. Ogum ist ein Krieger für das Gute und Symbol der Technologie, Entwicklung und Expansion.

Er repräsentiert die Natur verändernde Kraft, die durch den Eingriff des Menschen freigesetzt wird.
Außerdem ist er Wegbereiter der Zivilisation, der arbeitende Mensch schlechthin und eine Heldenfigur par excellence.

Oxossi

Er ist der Orixá des Waldes, der Jagd, der Ernährung, der Flora und Fauna und auch der Kunst. Sein Charakter ist die ständige Bewegung und die Konzentration auf die Jagd. Er schützt den Jäger genauso, wie er das Wild vor der Jagd schützt. Damit verdeutlicht er, dass nur zur eigenen Ernährung gejagt werden sollte. Er gilt als einer der intelligentesten Orixás, als bescheiden und rücksichtsvoll.

In Meditation mit ihm spürt man förmlich sein hohes Maß an Konzentration. Er hilft gerne Menschen mit Problemen neue Ziele in Angriff zu nehmen. Eine weitere Seite von Oxossi ist seine Vorliebe für Kunst.

Herzlich eingeladen sind alle Interessierte,
Freunde und Neugierige!
Keine Anmeldung erforderlich

(Am Ende des Rituals wird um Spenden
zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten)

Weitere Informationen hier.

Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen rassistische Diskriminierung

Samstag 19.03.2016
19.00 Uhr
(zu Gunsten antirassistischer Kinder- und Jugendarbeit im Forum Brasil)

Für Projektteilnehmer von AfroPolitan Berlin durch SenAIF gefördert.

Das Programm teilt sich in zwei Teile auf:
Im 1. Teil wird Dipl. Pol. Kani Tuyala einen Impulsvortrag über diasporische Erfahrungen aus afropolitaner Perspektive  halten. Im Anschluss sind alle dazu eingeladen über das Thema zu diskutieren.
Im 2. Teil des Abend haben wir die Ehre, den Performer Alex Mello zu präsentieren. Er wird in seinem Ein-Mann-Stück „Jean“ das Leben des Künstlers Jean-Michel Basquiat vorstellen. „Jean“ zeigt einen Basquiat, der Barack Obamas Wahl zum amerikanischen Präsidenten erlebt, der Amy Winehouse hört, der afro-brasilianische Wurzeln hat, und dessen größtes Leid seine Einsamkeit ist. Die Aufführung erzählt uns von einem Menschen der Jetztzeit, von der Bitterkeit des Alltags in den großen Metropolen dieser Welt, und von den quälenden Fragen nach dem Sinn des Lebens, die ihm, in seinem goldenen Gefängnis des Konsums und der Kälte, Angst bereiten. Sie erzählt uns von der Rastlosigkeit und Einsamkeit des Jean-Michel Basquiat, seinen ständigen Begleitern, die wie Schatten über seinem Leben liegen, etwas, wovon seine Werke eindringlich Zeugnis ablegen.
Es ist eine Performance über Immigration, ein Spektakel der Gewalt, intensiv gelebter Sexualität, Rassendiskriminierung, Drogensucht und gesellschaftlichem Außenseitertum. Diese Themen haben Basquiat immer wieder tief bewegt und flossen unaufhörlich in seine Kunst ein. Es sind zeitlose Themen, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Sie provozieren und regen zu Diskussionen an. Basquiat war ein Geschichtenerzähler, ein mutiger Vorreiter der Heldenverehrung mit Pinsel und Farbe: seine Leinwände werden bevölkert von bekannten farbigen Musiker und Sportlern dieser Welt, von Figuren aus dem Zeichentrick, zur Schau gestellter menschlicher Anatomie, Graffitis. Ihre unzähligen Zeichen und Symbole haben den Materialismus unserer Gesellschaft, ethnische Themen und den Tod zum Inhalt. Seine Werke machen sich auf die Suche nach der Seele des Menschen und seiner Verletzlichkeit.

AfroPolitan Berlin – Eröffnung

Hier einige Eindrücke der sehr gelungenen Auftaktveranstaltung.

Samstag 13. Februar 2016

ab 16:00 Uhr Interaktive Projektpräsentation

ab 19:30 Uhr musikalisches Abendprogramm

An diesem Tag findet im Forum Brasil die Eröffnungsveranstaltung des Projekts AfroPolitan Berlin statt! Während dieser Veranstaltung zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind, werden den Gästen die verschiedenen Bausteine des Projekts durch die jeweiligen Kurs- und Seminarleiter vorgestellt. Auch für Unterhaltung ist gesorgt und wir freuen uns auf einen richtig coolen Abend!

 

Workshop Kraft der Götter

Sonntag 7. Februar 2016

12:00 – 16:00 Uhr

Der Workshop bietet euch einen idealen Einstieg in die vielen leider noch viel zu unbekannte Welt der afro-brasilianischen Religionen und deren spirituelle Tänze und Gesänge.

Der Workshop fügt sich ideal in das Konzept von AfroPolitan Berlin ein, da das Wissen um die Spiritualität und Kraft der afro-brasilianischen Glaubenskonzepte, vielleicht gerade in unserer heutigen Zeit ganz sicher eine wichtige Säule im Leben jedes Afropolitans sein kann.

Der Workshop wird geleitet von dem afro-brasilianischen Ausnahme-Tänzer und Babalorixá Murah Soares – was ein inspirierendes und energiegeladenes Erlebnis garantiert.

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